Innovatives Nierenfutter für Katzen - Was ist so besonders an Fix-BARF® und Fix-BAF® renal?
Ich habe nach langer Ausbildungszeit im tierheilkundlichen Bereich und ausführlicher Recherche zum Thema Nierenerkrankungen bei Katzen als Ernährungsexpertin die Rezepturen des Nierenspezialfutters entwickelt - zunächst nur für meine eigene Katze Lucy, später dann auch für alle nierenkranken Katzen.
Liebe Leserinnen und Leser,
heute geht es um die Fix-BARF® und Fix-BAF® Nierenspezialmenüs.
Entgegen der üblichen Vorgehensweise bei der Herstellung von konventionellen Nierendiäten wird völlig auf die Reduzierung von Eiweiß unter den Mindestbedarf verzichtet und so wirkungsvoll einem vorzeitigen Muskelabbau bei der nierenkranken Katze entgegenzuwirken. Das Gewicht der kranken Katze bleibt sehr lange stabil. Dennoch ist der Phosphatgehalt deutlich reduziert (teilweise unter der Phosphatgehalte in herkömmlichen Nierendiäten) bei Erhalt des Calcium/Phosphorverhältnisses von max. 1,5/1.
Auf Zugabe von Kohlenhydraten, verarbeiteten Zusätzen, Bindemittel, Abfällen, Bindegewebe etc. wurde komplett verzichtet. Statt dessen sind reines - mageres - und damit hochverdauliches Muskelfleisch plus Fett der Hauptbestandteil des Nierenfutters. Dazu kommt Hühnereiweiß, um den Mindestbedarf an Proteinen zu erreichen, ohne dabei zusätzliches Phosphat ins Futter zu bringen. Der Fettgehalt ist generell erhöht, ebenso wie die Zugabe von Ballaststoffen. So bekommt die nierenkranke Katze genau das, was sie benötigt. Tierisches Eiweiß und Fett.
Zusätzlich wurde eine an den Bedarf der nierenkranken Katze angepasste Supplementmischung zusammengestellt. Für jede Rezeptur wurde, entsprechend unserem Konzept bei den Fix-BARF und Fix-BAF-Menüs, eine individuell berechnete Mischung hergestellt.
Um Giftstoffe und Abbauprodukte im Darm zu minimieren, haben wir außerdem reines Apfelpektin hinzugegeben. Hochwertiges Lachsöl für die Bedarfsdeckung an Omega3-Fettsäuren rundet die Rezeptur ab.
Da das Nierenspezial-Futter weder Wasser noch andere Füll- und Streckmittel enthält, ist die Futtermenge im Vergleich zu konventionellen Nierendiäten um bis zu 125 % geringer.
Ein Beispiel zur Berechnung der täglichen Phosphataufnahme:
RoyalCanin Nierendiät Huhn:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Öle und Fette, Gemüse, Mineralstoffe, Zucker. Eiweißquellen: Geflügelnebenerzeugnisse (22%), Schweinenebenerzeugnisse (17%), Lachs (4%).
Phosphor: 0,1 %,
Fütterungsempfehlung von RoyalCanin: 2 Beutel plus ca. 25 g Trockenfutter (es gibt keine reine Empfehlung für Nassfutter (mehr) um das Umrechnen schwieriger zu machen;) das entspricht für eine 4 kg schwere Katze etwa 3 - 4 x 85 g Nassfutter. Umgerechnet auf den Energiebedarf von ca. 270 kcal (4 kg Körpergewicht) macht das 255 g Futter.
Fix-BAF® Nierenspezialfutter Huhn:
40,0 % Hühnerbrust, 20,0 % Hühnerherzen, 13,3 % Hühnerfett, 8,0 % Geflügelbrühe, 6,0 % Kürbis, 6,0 % Hühnereiweiß, 3,0 % Hühnerleber, 0,7 % Pektin, 0,2 % Lachsöl
Phosphor: 0,16 %,
Fütterungsempfehlung: Umgerechnet auf einen Energiebedarf von ca. 270 kcal (4 kg Körpergewicht) macht das 150 g Futter
Berechnung:
255 g Futter Royal Canin renal Huhn enthält 255 mg Phosphat
150 g Futter Fix-BAF® renal Huhn enthält 240 mg Phosphat - da die Katzen in etwa 80 % der Fälle aufgrund der hochwertigen und leichtverdaulichen Zutaten nur etwa 120 g Futter benötigen pro Tag (wir sprechen immer von einem durchschnittlichen Körpergewicht von 4 kg) und dann die Phosphataufnahme entsprechend geringer ausfällt.
Anhand der Zutatenliste können Sie sehr gut sehen, dass die Zusammensetzung des Fix-BAF® Nierenspezialfutters um ein Vielfaches gesünder für Ihre Samtpfote ist, als das herkömmliche Nierenfutter, das nicht ein Stückchen Muskelfleisch enthält.
Ein Wort zum Eiweiß/Proteingehalt: Schon vor zehn Jahren gab es in den USA Untersuchungen, dass Nierenkatzen, die mit ausreichend Eiweiß gefüttert werden, eine längere Lebenserwartung haben. Das liegt an der Glukoneogenese (Bildung von Zucker), die bei der Katze aus Protein gewonnen wird. Die Produktion von Zucker aus Eiweiß hält kontinuierlich an, auch wenn die Katze kein oder zu wenig Eiweiß erhält mit dem Futter. Ist nicht genügend Protein in der Nahrung vorhanden, dann baut die Nierenkatze nach und nach an Muskelmasse ab - wir kennen alle die Bilder der CNI`chen, die völlig abgemagert sind. Das muss nicht sein.
In jahrelanger Erfahrung - auch an den eigenen Katzen - kann ich sagen, dass die Katzen, die mit ausreichend Protein gefüttert werden - auch und gerade bei Nierenerkrankungen - länger gesünder bleiben und kein oder erst sehr spät im Verlauf der Erkrankung Gewicht verlieren. Dies gilt nur, wenn nicht über den Bedarf Proteine gefüttert werden und wenn die Katze keine andere (chronische) Erkrankung hat, wie zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion oder Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Meine Katze Lucy kam im zarten Alter von 3,5 Jahren mit einer CNI Grad II zu mir. Heute ist sie 11 Jahre alt. Sie wird seit sieben Jahren ausschließlich mit Fix-BARF renal gefüttert und lebt seither mit stabiler CNI - immer noch Grad II. Sie erhält ein blutdrucksenkendes Medikament und muss seit etwa drei Jahren wegen schwerer Spondylose ein Coxib einnehmen (das auch auf die Nieren geht) und dennoch: Sie ist und bleibt stabil von den Nierenwerten her. Ich persönlich bin überzeugt, dass dies vor allem an der Ernährung liegt.
Mit herzlichem Gruß
Petra von Quillfeldt
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